Samstag, 30. April 2016

[Rez(ept)ension] "Sternendiamant 03- Das Land der Feen" von Sarah Lilian Waldherr


Dies ist der dritte Band einer vierbändigen Reihe der Autorin Sarah Lilian Waldherr, welcher im Oetinger34 Verlag erschienen ist. Das E-Books ist erhältlich für 2,99€ bei einer Seitenanzahl von 240 Seiten. Auf Neues dürfen wir uns voraussichtlich bereits mit „Sternendiamant- Das Licht der Prinzessin“ im Juli 2016 (Band 4) freuen, denn dann erscheint womöglich der letzte Band der Autorin, ebenfalls im Oetinger34 Verlag.


Auf der Jagd nach den Sternendiamanten reist das Schulschiff Simalia weiter ins Reich der Feen. Hala, Ivy, Fana und Kian geben ihr Bestes, die restlichen Diamanten in ihren Besitz zu bringen. Doch es kriselt heftig zwischen Fana und Kian, während Hala mit einem Offizier des Feenreichs anbandelt und auch zwischen Ivy und Tem die Funken sprühen. Schaffen es die Freunde trotz allen Liebesverwicklungen, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren?
Band 3 der Sternendiamant-Reihe – atemberaubend spannend, romantisch und voller Zauber.


„Da knieten wir nun.“ (Position 5)

 

Der erste Band war ein guter Einstieg in die Reihe, den zweiten Band mochte ich dann noch ein wenig mehr, da die Charaktere wieder schön ausgearbeitet waren und teilweise große Entwicklungen durch machten. Die Welt der Autorin wurde größer und detailreicher, was ich natürlich auch von diesem Band erwarte. Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, erhoffe ich mir in diesem Band wieder viele Abenteuer, Enthüllungen und das starke Band der Freundschaft. Hoffentlich werden die Klischees in diesem Band endlich ganz verschwinden ;). Das Ende vom zweiten Band war ein einziger Cliffhanger, der quasi mitten in der Geschichte endete, deswegen sollte die Geschichte schon spannungsreich beginnen. Alles in allem: Die Erwartungen steigen von Band zu Band.


Im Mittelpunkt des Covers steht ein Mädchen mit langen orangebraunen, leicht gelockten Haaren, welches wohl Hala darstellen soll. Das Mädchen wird von lila-rosafarbenen Magnolienblüten umgeben und in ihrem Ohr befindet sich ein kleiner silberner Ohrring. Das Cover ist generell sehr schlicht in einem dominierenden Lilaton gehalten. Wie auch schon das Cover des ersten und zweiten Bandes, hat auch dieser einen gewissen Erkennungswert und man sieht auf sofort wieder, dass die Bände zu einer Reihe gehören. Der dritte Band gefällt mir von allen bisher bekannten Covern am besten, allerdings ist mir das Model auf dem Cover für Hala eine Spur zu sexy. Hala ist (bislang) eher schüchtern und so hoffe ich, dass sie eine Entwicklung zu mehr Selbstbewusstsein durchmacht, so wie das Cover suggeriert.


Auch in diesem Band gibt es am Anfang eines jeden neuen Kapitels kleine Magnolienblüten. Die Idee fand ich schon bei den ersten beiden Bänden schön und finde es gut, dass dies weitergeführt wird. Hatte es am Anfang der Geschichte mit den Schmetterlingen noch eine Bedeutung, im zweiten Band mit den Seepferdchen eher weniger aber dennoch einen erkennbaren Zusammenhang, so muss ich leider sagen, dass in diesem Band gar kein Zusammenhang mehr besteht. Die Magnolienblüten sind zwar sehr schick und könnten durchaus als ‚feenhaft‘ durchgehen, aber sie haben in diesem Band keine engere Bedeutung, sondern sind nur am Rande passend zur Thematik. Man kann ja auch nicht alles haben. Die Titelwahl war zwar passend, da sich unsere Helden die meiste Zeit des Buches im Land der Feen aufhalten, allerdings sagt er nicht so viel über die Geschichte aus wie die vorherigen Titel.

Zum Einstieg der Geschichte ist zu sagen, dass sie exakt an der Stelle beginnt, wo der zweite Band endet. Diesen Einstieg empfand ich als etwas plötzlich, obwohl ich ja erst vor kurzem den zweiten Band gelesen habe. An Stelle eines Lesers, bei denen das Lesen der anderen Bände jetzt etwas länger her ist, hätten mir ein paar Erklärungen gefehlt. Für Leser, wo das Lesen der anderen Teile schon länger her ist, ist dieser Einstieg eher ungeeignet. Zum Glück war das bei mir aber nicht und so habe ich wieder wunderbar in die Geschichte gefunden. Der dritte Band beginnt also damit, dass Fana& Co sich vor dem König des Meermenschenreiches verantworten müssen. Loan rettet sie aus dieser Situation und so können sie ihre Reise fortsetzen. Durch den plötzlichen Aufbruch bleiben allerdings noch ein paar Fragen unbeantwortet, die teilweise im Laufe des Buches geklärt werden und teilweise nicht. Hierfür wünsche ich mir natürlich Aufklärung im letzten Band. Tem schließt sich der Simalia an und gemeinsam geht es ins Feenreich, wo die Freunde nicht nur auf neue Verbündete sondern auch auf neue Gegner, viele Herausforderungen und spannende Aufgaben treffen. Die Welt der Autorin ist in diesem Band um noch ein Stück gewachsen und wächst kontinuierlich mit der Handlung mit. Im Laufe der Geschichte versuchen die Freunde die restlichen Sternendiamanten zu finden, was jedoch nicht so einfach ist wie gedacht. Schlussendlich stehen sie wieder dem Juwelenkönig gegenüber, doch dieser hat neue Verbündete und Fana steht vor einer schier unüberwindbaren Aufgabe.


Auch der dritte Band konnte mich mit seiner Handlung und seinen Figuren wieder von sich überzeugen. Ich bin sehr gerne in diese Welt rund um die Aurions, Fana und ihrer Freunde zurückgekehrt und fühle mich dort noch immer pudelwohl. Auch nach beenden des Bandes denke ich immer wieder gern an Fana und ihre Freunde und spanne die Geschichte in meinem Kopf weiter. Das Feenland ist genauso und doch ganz anders als erwartet. Wir erhaschen am Ende des dritten Bandes sogar einen Einblick ins Land der Aurions, Avestina.

Zwar ist der Fokus in diesem Band wieder sehr auf den altbekannten Themen Freundschaft und Liebe ausgerichtet, aber dennoch verlieren die Freunde ihr Ziel die Sternendiamanten zu finden dieses Mal nicht aus den Augen. Die starke Freundschaft untereinander schwingt auf jeder Seite mit. Sie halten wirklich wie Pech und Schwefel zusammen, stehen füreinander ein, helfen sich in schwierigen Situationen, sind immer füreinander da und entwickeln sich zwar für sich selbst weiter, aber entfernen sich nicht voneinander. Die angedeuteten Entwicklungen der Figuren im zweiten Band setzten sich auch in diesem Band stetig fort. Hala wird im Laufe der Geschichte immer selbstbewusster und steht sogar für sich, ihre Freunde und ihre Liebe ein. Ivy entwickelt viel mehr Empathie und das lässt sie nicht mehr ganz so kalt wirken, auch mit den Entwicklungen im zweiten Band kann man sie nun endlich ins Herz schließen. Der Nebencharakter Tem wird nun endlich zu einem festen Bestandteil der Geschichte und auch von Fana’s Freundeskreis. So setzt sich Fana für seinen Aufenthalt auf der Simalia ein und Tem redet Fana wegen Kian ins Gewissen. Gott sei Dank! Endlich bekommt Fana mal gesagt das ihr Verhalten überzogen (und dazu noch klischeehaft) war. Zum Glück habe also nicht nur ich gegen Ende des letzten Bandes so empfunden. Die Aussprache zwischen Kian und Fana mit anschließender Versöhnung war zwar bitter nötig, ging mir aber etwas zu glatt auch wenn es sich hier um die erste Liebe handelt. Generell liegt in diesem Band sehr viel Liebe in der Luft, wie der Klappentext ja schon erahnen lässt. Wer mit wem und wieso möchte ich hier noch nicht verraten, aber ihr dürft euch auf heftige Spannungen, viel Romantik, leidenschaftliche Gefühle, kleine Eifersuchtsszenen und einen Hauch von Liebeskummer freuen.

Zudem tauchen natürlich auch in diesem Band neue Charaktere auf, allerdings sticht einer davon ganz besonders hervor und spielt besonders für Hala eine wichtige Rolle. Mehr möchte ich hier nicht verraten, damit ihr nicht gespoilert werdet. Ich kann euch allerdings sagen, dass er eine wichtige Rolle in der Geschichte und in Hals Herzen einnimmt. Er steht unseren Protagonisten tapfer zur Seite und wird hoffentlich auch im letzten Band nochmals auftauchen. Immer noch sehr schade finde ich, dass die Nebencharaktere Julina und Hicko auch im dritten Band nicht wirklich hervorstechen und wenn, dann eher negativ. Sie sind der Schulzicke Avena noch immer treu ergeben, obwohl diese die Beiden weiterhin nicht gerade freundlich behandelt. Die lang erwartete Rebellion blieb auch in diesem Band aus und so langsam habe ich das Gefühl, dass sie sich ihrem Schicksal gefügt haben. Vielleicht irre ich mich ja auch und es tut sich nochmal etwas im finalen Band.
Avena verdient dieses Mal wirklich einen eigenen Absatz, denn was sich das Fräulein in diesem Band so alles leistet ist wirklich unfassbar. Ich habe ihr ja schon wirklich sehr fiese Dinge zugetraut, aber nachdem Avena Hala im Feenreich wegen ihrer Flügel demütigt, ab da habe ich ihr wirklich ALLES zugetraut. Ich habe die wildesten Verschwörungstheorien entworfen, nur um sie später vorsichtig von mir zu schieben. Aber mit dem finalen Showdown konnte ich ein triumphierendes: HA! von mir geben. Avena ist echt die Tochter, welche sich Kasim gewünscht hätte. Hoffentlich bekommt sie im Finale den Karma-Ausgleich und Hala eine Lösung für ihr Flügel-Problem, das würde ich ihr nämlich so gönnen.

Was kann ich noch über die Geschichte sagen, ohne zu viel zu spoilern? Es gab zwar auch in diesem Band Situationen wo den Freunden einfach alles zu gut gelingt. Die gefährlichen Situationen werden mir an manchen Stellen zu glatt gelöst, ob durch Zufall oder eine schnelle Reaktion oder oder oder. Mir fehlten manchmal ein paar Schwierigkeiten, die man eben nicht so einfach lösen kann. Positiv fand ich allerdings, dass Fana ENDLICH härter an sich und ihren Kräften arbeitet. Sie sieht endlich ein, dass sie besser werden muss um gegen Kasim zu bestehen und ist somit nicht länger von Ivy abhängig in jeder wichtigen Situation. Ansonsten könnt ihr euch nochmal über die Luftboards freuen- sie kehren zurück! Zudem werden im letzten Abschnitt des Buches nochmal die Zwei-Klassengesellschaft der Solixe und Magikos verdeutlicht. Fana lehnt sich natürlich dagegen auf, aber auch sie kann nicht sehr viel gegen die jahrhundertelange Diskriminierung und Rassentrennung tun.

Gegen Ende des Buches wollte ich mich schon in Sicherheit wiegen vor den Klischees, welche die Autorin in diesem Band allesamt ausgespart hat. Doch dann, ganz am Schluss des dritten Bandes, tut die Autorin es wieder: Sie arbeitet ein verdammtes Klischee ein! Nicht so ein kleines Klischee, sondern ein riesiges. Mit diesem riesigen Klischee endet dann auch dieser Band in einem lauten Knall und für Fana bricht wohl eine Welt zusammen. Dieses Ende ist ja mal wieder sowas von gemein für Fana, allerdings für den Leser sehr vorhersehbar. Man weiß eigentlich schon wie es weiter geht, jedoch macht dies den Cliffhanger nicht gerade weniger schlimm. Da sitzt man also nun vor seinem E-Book Reader und muss feststellen, dass die letzten Prozentangaben nur noch Leseprobe sind. Dabei würde ich jetzt so gerne wissen wie alles für unsere Helden endet! Bis Juli müssen wir uns noch gedulden, dafür dürfen wir uns auf einen super dicken Finalband freuen. Jetzt muss ich nur noch die Wartezeit überbrücken- und ihr fangt am besten spätestens JETZT mit der Reihe an.

Die Charaktere machen immer größere Entwicklungen durch und man merkt es geht auf’s Finale zu. Die Welt der Autorin wird wieder um ein Stück größer und detailreicher, sodass wir nun (fast) alles aus dieser Welt erkundet haben. Die Geschichte strotzt nur so vor Liebe, Abenteuer, Entdeckungen, Enthüllungen, unerwarteten Wenden und starken Freundschaften. Klischees wurden, bis auf das Große zum Schluss, kaum noch eingebaut. Das Ende ist ein riesiger klischeebelasteter Cliffhanger, der zwar die Geschichte gut abschließt, einen aber ungeduldig auf den Finalband zurück lässt. Ich vergebe hiermit stolze 5 Cookies für den bislang besten Band der Reihe, da mich die Charakter- und Weltenentwicklung so begeistert hat.

 
Ich möchte mich ganz herzlich bei Oetinger34, Lovelybooks und der Autorin Sarah Lilian Waldherr für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

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