Dies ist der der erste Band einer Trilogie, welcher am 03.07.2017 beim
Coppenrath Verlag erschienen ist und von der Autorin Teri Terry
geschrieben wurde. Das Buch ist bislang als Hardcover bei einem Preis
von 19,95 € und umfasst 464 Seiten.
Unaufhaltsam schleicht sich der Tod von Haus zu Haus, von Stadt zu
Stadt und selbst wenn er dich verschont, wirst du nie wieder sein, wie
zuvor.
Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf
einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem
Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden.
Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht
ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn
Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt
missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde,
breitet sich nun in Großbritannien aus. Als auch Shay plötzlich Symptome
der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf
gegen die Zeit ...
„Das Schrillen der Sirenen sprengt mir fast die Schädeldecke weg.“ (Seite 5)
Teri Terry ist für mich ein Garant für ein gutes Buch. Ich habe ihre
bisherigen Bücher sehr gerne gelesen und regelrecht verschlungen. Ich
freue mich immer darauf, wenn ein neues Buch von ihr erscheint.
Besonders freue ich mich auf dieses Buch, da es in meinem Lieblingsgenre
spielt und mich ein wenig an die „Gelöscht“-Trilogie erinnert, mit der
ja alles begonnen hat. Ich erwarte mir von diesem Buch also mal wieder
sehr viel. Ich möchte komplett in ihrer Welt versinken und für ein paar
Stunden alles um mich herum vergessen. Ich erwarte einen fesselnden
Schreibstil, einen genialen Weltenaufbau und gut ausgearbeitete
Charaktere. Ich erwarte kurzum begeistert zu werden.

Das Cover zeigt in der oberen Hälfte das Gesicht eines jungen
Mädchens, welches dunkelbraune Haare, strahlend blaue Augen und
Sommersprossen auf der Nase hat. Der Blick des Mädchens ist geradewegs
auf den Leser gerichtet. Das Gesicht des Mädchens wird eingerahmt von
den schemenhaften Silhouetten zweier weißer Hände, die sich über ihre
Wangen und teilweise über die Augen legen. Darunter sieht man den Namen
der Autorin in schwarz geschrieben, jedoch ist dieser ‚verwischt‘
dargestellt. Im unteren Drittel ist der Titel in einem kontrastreichen,
grellen rot geschrieben und setzt sich aus Klein- und Großbuchstaben
zusammen. Besonders auffällig ist die Struktur des weißen Teils auf dem
Cover, denn es ist nicht lupenweiß rein, sondern wirkt leicht fasrig.
Ich
liebe das Cover! Ich bin ein riesen Fan davon und liebe jedes Detail
daran. Im Regal macht es sich auch unglaublich hübsch und ich freue mich
jetzt schon auf die Folgebände.
Es ist schwierig für mich bei Büchern von Teri Terry noch
objektiv zu
bewerten, einfach weil ich bislang jedes Buch von ihr verschlungen und
geliebt habe. Sie zählt zu meinen liebsten Autorinnen und mit diesem
neuen Trilogieauftakt hat sie bei mir mal wieder komplett ins Schwarze
getroffen. Es erinnert mit dem dystopischen Setting an die
„Gelöscht“-Trilogie, ist aber nochmal besser. Die Autorin schafft es mit
jedem ihrer Bücher noch eine Schippe oben drauf zu legen. Wie schafft
sie das nur? Talent! Deswegen werde ich nun meine, nicht ganz so
objektive, Meinung über dieses erschreckend geniale, düstere und
schockierende Buch äußern: Lest das
beste Buch, was Teri Terry je
geschrieben hat, oder ihr werdet es bereuen!
Die
Gestaltung des Buches im Inneren ist dem Verlag mal wieder wahnsinnig
gut gelungen! Der Prolog wird mit schwarzen Kästchen geschrieben, in
denen sich für jeden Buchstaben eine Zahl von eins bis sechs befindet.
Zudem befindet sich darunter der Name, aus wessen Sicht wir die
Geschichte gerade lesen, sowie Ort und Zeit des Geschehens. Dies wurde
für den restlichen Roman so übernommen. Das Buch unterteilt sich in vier
Teile, die eine Überschrift sowie ein Zitat des mysteriösen Xanders
enthalten. Die Kapitelanfänge sind so aufgebaut, wie bei einem
Periodensystem die einzelnen Kästchen, nur mit der jeweiligen
Kapitelzahl. Da es in der Dystopie viel um Wissenschaft geht, fand ich
diesen
Bezug hervorragend.
Der
Schreibstil ist wie immer fesselnd und entführt einen spielend leicht in
die Geschichte- obwohl gleichzeitig düster, imposant und mitreißend-
und man merkt erst Stunden später, wie viel Zeit eigentlich vergangen
ist. Die Geschichte wird aus der Sicht von zwei Protagonisten erzählt,
nämlich aus Shays und Callies.
Bereits
der
Prolog beschert einem eine Gänsehaut und lässt einen ahnen, dass es
hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Von der ersten Seite an war ich
gefesselt. Wer ist dieser Xander, aus dessen Sicht wir den Prolog
miterleben, von dem wir Zitate lesen, der aber erstmal nicht weiter eine
tragende Rolle spielt? Eins war mir von Anfang an klar: Die Autorin hat
hier ein Buch geschaffen, welches ich so nicht erwartet hätte. Im
Verlauf des Buches wurde mir dann auch nach und nach klar, warum dies so
ist. Ich hatte eigentlich mit einer Art
Dystopie mit Endzeitelementen
gerechnet und habe dies auch bekommen. Darüber hinaus mischt sich
allerdings noch ein Genreelement:
Sci-Fi. Ich möchte nicht zu viel
verraten, denn das würde nur spoilern, aber das Element ist wirklich
absolut fesselnd eingebaut worden.
Unserer
Protagonisten sind der Autorin gut gelungen, allem voran
Shay. Ich
mochte sie von der ersten Seite an, denn sie ist nicht nur sehr
intelligent und überaus begabt mit ihrem fotografischen Gedächtnis,
sondern sie ist auch noch willensstark, mutig, fürsorglich und
herzensgut. Auch
Kai war mir von Anfang an sympathisch, denn auch er
bleibt trotz alldem was ihm wiederfahren ist und noch wiederfährt stark
und auf das Wesentliche fixiert. Die aufkommende
Liebesgeschichte
zwischen den beiden fand ich keinesfalls an den Haaren herbeigezogen.
Wer so viel miteinander erlebt, der ist auf eine ganz besondere Weise
miteinander verbunden. Die Liebesgeschichte war auch nicht absurd, war
zwar immer präsent aber nicht so aufdringlich und hielt sich an genau
den richtigen Stellen dezent im Hintergrund.
Callie, die kleine
Schwester von Kai, mochte ich am Anfang sehr, denn nachdem man erfährt,
was sie alles durchmachen musste, sieht man sie nochmal mit ganz anderen
Augen. Dennoch ist auch sie mutig und lässt sich nicht von ihrem Weg
abbringen. An ihr haftet aber auch etwas Dunkles. Gerade zum Ende hin
stand ich ihr mehr skeptisch gegenüber, da sie eine schreckliche
Wahrheit herausfindet, diese aber zu ihren Gunsten dreht, obwohl es
Menschenleben zunichte macht.
Die
Seuche wurde von der Autorin auch sehr gut ausgearbeitet. Oftmals wird
in Büchern von einer Seuche gesprochen, welche die Menschheit dahinrafft
bzw. dahingerafft hat, aber nie wird näher auf diese eingegangen. In
diesem Buch ist das anders. Man erfährt so ziemlich alles über sie, im
Laufe des Buches und das ist manchmal echt… hart. Immerhin ist sie von
Menschen gemacht. Ein einziger Fehler in einem unterirdischen
Forschungslabor und schwupp- Tschüss Menschheit. Ich hatte stellenweise
ganz schön Gänsehaut, denn es wirkte alles so real! Die ganze
Verbreitung, die Angst, die Quarantäne, die Lager, die Art des Sterbens
und noch mehr. Die Autorin scheut sich nicht davor das alles bis ins
Detail zu beschreiben und auch von der Grausamkeit der Menschen, die
solch eine Seuche weckt. Wer kann eine solche Seuche von diesem Ausmaß
nur überleben? Gibt es ein Heilmittel bzw. lässt sich eines herstellen?
Wird am Ende die ganze Menschheit ausgelöscht oder wird es Überlebende
geben?
Zur
Handlung kann ich
nicht allzu viel verraten, da ich euch nicht spoilern will. Ich kann
euch aber sagen, dass die Handlung für mich die meiste Zeit über absolut
unvorhersehbar war. Erst nach und nach bekommt man immer mehr
Puzzle-Teile, die sich zu einem großen, erschreckenden Puzzle
zusammensetzen lassen. Ich war vollkommen schockiert und dachte mir,
dass ich sicherlich auf dem Holzweg sei, da es zu abstrakt wäre und
wollte mich wohl damit selbst beruhigen. Wenn Shay es nicht sieht, dann
ist Callie doch nicht wirklich …? Oder doch? Ich war vollkommen hin und
her gerissen! Die
Wahrheit war dann noch etwas krasser und ich musste
mehrmals gegen Tränen ankämpfen. Dann diese geschickt eingebauten
Plot-Twists, die ganzen versteckten Hinweise und die Suche nach dem
Grund. Die Geschichte ist nicht nur packend und erschreckend zugleich,
sie fesselt auch wie keine zweite an ihre Seiten. Innerhalb weniger
Stunden war die Geschichte ausgelesen und lies mich leer zurück. Leer im
Anbetracht dessen, was ich herausgefunden hatte. Vollkommen schockiert
habe ich eine Zeit lang vor mich hingegrübelt und mich keinen Zentimeter
aus meiner Leseposition bewegt.
Was wäre wenn…? Erst als das Buch in
meinen Händen zu schwer wurde, fand ich wieder in die Realität zurück
und musste gleich schauen, ob und wann der zweite Band erscheinen wird-
2018! Das ist echt fies, da der zweite Band dann ja auch erst noch
übersetzt werden muss und schließlich mit einem miesen
Cliffhanger
endet. Ich möchte nur zu gerne wissen wie es mit unseren Protagonisten
weiter geht – ob es weiter geht.
Na, konnte ich euch infi- äh, überzeugen?
Dieser Reihenauftakt ist so viel mehr, als ich mir jemals erwartet
hätte. Shay und ihre Freunde versuchen der Seuche auf die Schliche zu
kommen und erleben ein makabres Abenteuer auf ihrer Reise. Die
erschreckend echte Darstellung der Seuche, die langsame Gewissheit und
die schlussendliche Enthüllung zeugen von der großartigen
Schreibfähigkeit der Autorin. Ich bin absolut schockiert und begeistert
zur gleichen Zeit. Ich fiebere der Fortsetzung sehnlichst entgegen, auch
wenn ich glaube, dass sie noch viel schrecklicher sein wird, als der
Auftakt. Ich habe jetzt schon Angst um die mir liebgewonnenen
Charaktere. Ich bin vollkommen infiziert und vergebe
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Ich möchte mich recht herzlich beim Coppenrath Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.